Das ABC der digitalen Kita: Wissen im Lexikon-Stil (S-Z)

Von S wie SaaS bis Z wie Zwei-Faktor-Authentifizierung... Was bedeutet dies im Kontext der "digitalen Kita"? Lesen Sie es im 3. Teil des Wörterbuchs nach!

Eine Frau zeigt strahlend ihr Tablet, das weiße Buchstaben auf grauem Hintergrund als Symbolbild für das ABC der digitalen Kita von A-D zeigt
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Digitale KitaErzieher:inLeitung
Das ABC der digitalen Kita: Wissen im Lexikon-Stil (S-Z) Min Minuten Lesezeit

Sie setzen sich gerade mit den Potenzialen der Digitalisierung in der Kita  auseinander? Dabei treffen Sie auf Begriffe aus der Informatik, die Ihnen nur vage bekannt vorkommen? Und Sie fragen sich, inwiefern Sie diese Fachtermini in der Kita betreffen? 

Dann sehen Sie mal in unserem "ABC der digitalen Kita" nach! In diesem Teil finden Sie fünfzehn Begriffe von S-Z. Die beiden anderen Teile des Lexikons beinhalten A-D und F-R.

Übrigens: Mithilfe des Inhaltsverzeichnisses (links) können Sie mit einem Klick direkt zum gesuchten Begriff springen. Zu Wörtern, die im Text mit einem Stern* markiert sind, finden Sie einen weiteren Lexikon-Eintrag. 

Machen Sie sich schlau mit dem Wörterbuch der digitalen Kita! Sollte Ihnen ein Fachbegriff aus der digitalen Welt fehlen, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf - das Lexikon kann gerne wachsen

 

SaaS

  • SaaS ist ein Akronym, das aus „Software-as-a-Service“ gebildet wird. Es bedeutet, dass der Software-Anbieter Ihnen sein Produkt, z.B. die Kita-App, über das Internet bereitstellt.

Die Software liegt also nicht auf Ihrem lokalen Gerät in der Kita, sondern auf einem leistungsstarken Server*, den Sie online erreichen. Wenn Sie eine SaaS "mieten", hat das eine Reihe von Vorteilen - darunter auch im Hinblick auf Sicherheit, Kosten, Arbeitsaufwand und Flexibilität. Der Anbieter zeigt sich für das Funktionieren des Programmes verantwortlich, so dass Sie immer die aktuellste Software-Version nutzen. Wichtig ist, einen Anbieter auszuwählen, der dem Datenschutz höchste Priorität einräumt. Übrigens: Die Alternative zu SaaS heißt on-Premise (vor Ort). Dabei wird die Software auf den Servern der Kita installiert. Im ersten Moment denkt man vielleicht, das wäre sicherer – aber weit gefehlt, denn die Rechenzentren in Deutschland erfüllen sehr hohe Sicherheitsstandards, die Sie in Ihrer Kita i.d.R. nicht annähernd erreichen können.

 

Server

  • Einfach gesagt ist ein Server ist ein leistungsstarker Rechner, der Programme, Daten oder Funktionen zentral bereitstellt.

Andere Computer können über das Internet* auf die Programme und Informationen zugreifen, um diese für sich zu nutzen. Bei einer Kita-App, die als SaaS*-Lösung konzipiert ist, liegen das Programm und die Daten bspw. nicht auf dem lokalen Computer in Ihrer Einrichtung. Sie befinden sich zentral auf einem leistungsstarken Rechner in einem Rechenzentrum, welches wiederum optimalerweise nach DSGVO*-konformen Prinzipien aufgebaut ist.

 

SIM-Karte

  • Die SIM-Karte ermöglicht Zugang zum Mobilfunknetz (Telekom, O2/Telefonica, Vodafone) und wird in mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets eingesetzt.

Sie erhalten die SIM-Karte, wenn Sie den Mobilfunkanbieter beauftragen (Prepaid oder Vertrag). Mithilfe der SIM-Karte können Sie nicht nur telefonieren, sondern auch ins mobile Internet* gelangen. Aktuell surfen die meisten von uns im sog. LTE-Netz, doch zum Teil ist auch der deutlich schnellere 5G-Standard verfügbar. Welcher Mobilfunkanbieter für das beste und leistungsfähigste Netz für Ihren Kita-Standort bereithält, können Sie recherchieren (z.B. bei der Bundesnetzagentur). Übrigens gibt es die SIM-Karte in unterschiedlichen Formaten, darunter bspw. auch eine Micro-SIM, die nicht mit einer microSD-Karte* zu verwechseln ist.

 

Smartphone

  • Ein Smartphone ist wie ein kleiner Computer in der Hosentasche.

Im Unterschied zu einem Mobiltelefon bzw. Handy hat ein Smartphone zusätzlich Computer-Funktionen und ermöglicht i.d.R. einen Internetzugang. Man bedient es durch Bildschirmberührung, denn es ist mit einem sog. Touchscreen ausgestattet. Mittlerweile haben viele Kita-Leitungen ein Kita-Smartphone, mit dem Sie während ihrer Dienstzeiten mobil erreichbar sind. Es ist aus datenschutzrechtlicher Sicht durchaus sinnvoll, private und dienstliche Angelegenheiten zu trennen. 

 

Social Media

  • Der Begriff Social Media bezeichnet verschiedene digitale Medien und Technologien, die es Nutzer:innen ermöglichen, ohne Programmierkenntnisse Inhalte zu platzieren und sich auszutauschen.

Meist sind Plattformen wie Facebook, Instagram oder Pinterest sowie LinkedIn und Xing gemeint, wenn man über "Social Media" bzw. Soziale Medien spricht. Kitas verwenden SocialMedia-Plattformen oft zur Öffentlichkeitsarbeit. Dabei sind einige Grundregeln zu beachten, damit der Datenschutz gewahrt wird; zum Beispiel sollten Kinder nur von hinten fotografiert werden und der Fokus eher auf der Tätigkeit oder dem Erlebnis ruhen. Gesichter von Kindern kann man auch mit Bildbearbeitung ausgrauen oder mit einem Smiley „überkleben“, bevor man sie öffentlich postet. 

Software

  • Mit Software bezeichnet man alle Computer-Programme und die zugehörigen Daten, die sich auf dem PC, Tablet oder Smartphone befinden.

Dazu gehören auch das Betriebssystem* und Apps*. Wenn Sie in Ihrer Kita am PC arbeiten möchten, brauchen Sie die entsprechende Software – sonst nützt Ihnen das schönste technische Gerät (Hardware*) nicht. Auch eine Kita-App ist Software, die Ihnen so manche organisatorische Aufgabe erleichtern kann.

 

Tablet

  • Ein Tablet ist ein tragbarer Computer, der mithilfe von Bildschirmberührung bedient wird. 

Tablets werden für die Arbeit in der Kita gerne genutzt, da sie handlich sind und flexibles Arbeiten ermöglichen. Die Einsatzmöglichkeiten eines Tablets sind vielseitig: Es dient als Arbeitsmittel für die Erzieher:innen und erlaubt niederschwellig frühe Medienbildung von Kita-Kindern. Insbesondere zur Nutzung einer Kita-App leistet es gute Dienste. Zudem können Sie auf dem Tablet weitere sinnvolle Apps* installieren, mithilfe des Browsers* im Internet nach Anregungen für die pädagogische Arbeit suchen oder digital Fachzeitschriften lesen - und vieles mehr. Tipp: Wenn Sie ein Tablet für Ihre Kita anschaffen möchten, lesen Sie gerne den Beitrag "Technische Voraussetzungen zur Nutzung von Kita-Apps: Das ist zu beachten!". 

 

TLS-Verschlüsselung

  • TLS ist das Akronym von "Transport Layer Security" und sorgt für die verschlüsselte Übertragung von Daten im Internet. 

Es handelt sich dabei um eine technische Maßnahme, die auf die Datensicherheit einzahlt. Gerade für die sensiblen Daten, die in einer Kita anfallen, ist dies besonders wichtig (z.B. im Rahmen einer Kita-App). TLS-verschlüsselte Daten sind während ihrer Übertragung vor dem Zugriff von Dritten geschützt. TLS sorgt dafür, dass eine vertrauenswürdige Verbindung aufgebaut wird. Zudem wird während der Datenübertragung ein Verschlüsselungs-Algorithmus* angewandt. Bildlich gesprochen übersenden Sie also statt einer Postkarte einen versiegelten Briefumschlag an den Empfänger. 

 

URL

  • Im alltäglichen Sprachgebrauch sagt man wohl eher „Internetadresse“.

URL ist das Akronym für „Uniform Resource Locator“, was übersetzt soviel bedeutet wie „einheitlicher Quellenfinder“. Man gibt die URL direkt in die Adresszeile des Browsers ein, um eine ganz bestimmte Seite im Internet aufzurufen, z.B. www.handbuch-digitale-kita.de. Dabei steht „www“ für World Wide Web und „handbuch-digitale-kita.de“ für die Domain. "de" ist die Länderkennung für Deutschland.

 

Update

  • Ein Update ist eine Software-Aktualisierung

Von Zeit zu Zeit erhalten Sie vom Betriebssystem* Ihres Smartphones*, Tablets* oder PCs die Aufforderung, ein Software-Update zu installieren. Hat man diesen "guten Rat" befolgt, arbeitet man ab sofort mit einer aktuelleren, verbesserten Version der Software*. Oft werden durch ein Update gefährliche Systemlücken geschlossen oder kleine Fehler (sog. Bugs) ausgebügelt (gefixt). Manchmal kommen durch ein Update auch neue Funktionen hinzu. Es ist wichtig, dass Sie auch auf Ihren Kita-Geräten jeweils die angeratenen Updates installieren - sonst riskieren Sie technische Sicherheitslücken. Gibt es in Ihrem Kita-Team jemanden, der sich für die zeitnahe Installation von Updates verantwortlich zeigt? 

 

Website

  • Eine Website ist der gesamte Internetauftritt einer Einrichtung, Organisation oder Person.

Die erste Seite, also die Startseite, ist die Homepage*. Daneben finden sich auf einer Website oft noch weitere Seiten, z.B. zu bestimmten Details oder zu Abteilungen. Vielleicht hat Ihr Träger eine Website – und neben der Startseite, auf der sich Ihr Träger vorstellt, gibt es speziell für Ihre Kita eine Unterseite, auf der Sie Ihr Konzept präsentieren. Heutzutage ist eine Website zum Zweck der Öffentlichkeitsarbeit von Kitas durchaus als Standard zu verstehen. 

 

WiFi

  • WiFi wird häufig als Synonym für WLAN verwendet und verstanden.

Allerdings ist das nicht 100%-ig richtig: WiFi ist ein spezifischer Markenname. So ist nicht jedes WLAN* ein WiFi, aber jedes WiFi ist WLAN*. 

 

WLAN

  • Per WLAN können Sie Ihren Computer oder Ihr mobiles Gerät mit dem Internet verbinden, ohne ein Kabel zu benötigen.

Haben Sie schon mal Ihr WLAN-Kabel gesucht? Sicher nicht. Denn WLAN ist das Akronym für "Wireless Local Area Network". Übersetzt heißt das „drahtloses lokales Netzwerk“. Für Kitas ist kabelloses Arbeiten sehr praktisch, da man z.B. im Gruppenraum mobil und örtlich flexibel bleibt. Zudem können Sie einen WLAN-fähigen Drucker in Ihr lokales Kita-Netzwerk (LAN*) einbinden. Dann können Sie etwa den Ausdruck von Fotos oder Texten vom Gruppenraum aus anstoßen, obwohl sich der Drucker im Büro befindet. Das ist sehr praktisch - nicht nur für die Portfolio-Arbeit! 

 

WLAN-Repeater

  • Ein WLAN-Repeater oder -Verstärker gibt das Router-Signal wiederholt weiter

So sorgt der WLAN-Repeater dafür, dass das Internet* über eine größere Distanz hinweg in all Ihren Kita-Räumen funktioniert. In großen oder weitläufigen Kitas ist es oft notwendig, das Signal zu verstärken, da z.B. das Büro, in dem der Router* installiert ist, ziemlich weit vom Gruppenraum entfernt liegt. Häufig ist in Kitas Stahlbeton verbaut, wodurch das WLAN*-Signal gestört wird - auch in diesem Fall können WLAN-Verstärker gute Dienste leisten. 

 

Zwei-Faktor-Authentifizierung

  • Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (kurz: 2FA) ist ein Sicherheitsprozess mithilfe von zwei Merkmalen. 

Die altbekannte Möglichkeit, sich im Internet* eindeutig zu identifizieren, ist ein Passwort. Dabei handelt es sich allerdings nur um einen Faktor. Sicherer ist es, zwei Faktoren zum Nachweis der Identität einzusetzen. Dafür gibt es heutzutage verschiedene Varianten, z.B. zweiteilige PIN-Nummern, bei denen Sie nur einen Teil der Zeichenfolge selbst festlegen. Auch wenn die 2FA den Anmeldevorgang verlängert: Doppelt genäht hält besser! 

 

Fazit

Haben die Erklärungen aus Ihrer Sicht dazu beigetragen, Licht in den Dschungel der IT-Begriffe zu bringen? Weitere Begriffe von A-D und von F-R können Sie in den Teilen 1 und 2 des "ABC der digitalen Kita: Wissen im Lexikon-Stil" nachschlagen. 

Falls Sie sich zu bestimmten Themen oder Begrifflichkeiten noch weitere Informationen wünschen, nutzen Sie den direkten Draht: jasmin.block@carloandfriends.de - ich bin gespannt auf Ihre Anregungen, Fragen und Interessen

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