Alles im Griff trotz Fachkräftemangel: Zeitgemäße Arbeitsmittel für gesunde Bedingungen

Den Kita-Alltag auch bei Personalmangel und -ausfällen am Laufen zu halten - das ist oft ein Kraftakt für die Beteiligten. Jetzt ist es besonders wichtig, nicht zu erschöpfen. Digitale Tools helfen, sich auf pädagogische Aufgaben zu fokussieren.

Eine Erzieherin sitzt gut gelaunt auf dem mittleren von drei Stühlen - gut gelaunt, mit dem Smartphone in der Hand
Foto erstellt von user18526052 - www.freepik.com
Digitale KitaErzieher:inLeitungTrägerTop-Nachricht
Alles im Griff trotz Fachkräftemangel: Zeitgemäße Arbeitsmittel für gesunde Bedingungen Min Minuten Lesezeit

Personalausfälle und -engpässe bestimmen häufig den Alltag in Kitas. Doch die Kinder sind trotz fehlender Fachkräfte anwesend und der bunte Tag will organisiert werden. Auf wenigen Schultern verteilen sich nun all die Anforderungen, die das Kita-Team eigentlich gemeinschaftlich tragen würde. Und die verbleibenden Fachkräfte laufen ob der wiederholten Belastungsspitzen Gefahr, auf Dauer zu erschöpfen.

Was ist dem entgegenzusetzen? Es braucht Ansätze, die sofort etwas nützen. Denn eine Verbesserung der Rahmenbedingungen - so wichtig sie auch ist - bedarf langwieriger politischer Entscheidungen. Eine pragmatische Fokussierung der Fachkräfte auf pädagogische Prozesse würde sich positiv auswirken. Dann fließt die Kraft in das Wichtigste: die Arbeit mit den Kindern.

 

Gesundheitsfördernde Digitalisierung?

Die meisten Kita-Leitungen schätzen die Digitalisierung als gesundheitsfördernd ein, wie die DKLK-Studie 2022 verrät. Tatsächlich tragen Kita-Apps als Mittel zur Arbeitsorganisation dazu bei, knappe Zeit- und Personalressourcen sofort in den Griff zu bekommen. Und sind ein Baustein für gesunde Bedingungen im Berufsfeld Kita, weil sie die erlebte Arbeitszufriedenheit, Sinnhaftigkeit und das berufliche Wohlbefinden im Alltag fördern können. 

Gesund bleiben durch den Einsatz einer Kita-App?! Klingt überzogen? Keineswegs, wenn man die Erkenntnisse der aktuellen Studie "Burnout in der Kita und der Zusammenhang zu Aspekten der Arbeitszufriedenheit" vor dem Hintergrund der "HiSKiTa-Studie" weiterdenkt - und nach Lösungen sucht, die unmittelbar entlasten können. 

 

Burnout-Gefahr im Berufsfeld

Das Problem: Die Arbeitszufriedenheit von Kita-Fachkräften ist fragil, da die Rahmenbedingungen im Kita-System unzureichend sind. Wenn sie schwindet, ist die Gefahr von Fehlzeiten groß. Es kann zu emotionaler Erschöpfung, Depersonalisations-Gefühlen und subjektiv erlebter verringerter Leistungsfähigkeit kommen - typische Burnout-Symptome1.

Vielsagend: Es besteht ein signifikanter Zusammenhang zwischen Burnout und unzufriedenstellender Eltern- und Teamzusammenarbeit1! Aber auch der dauerhaft erlebte "Spagat" zwischen den eigenen Professionalitätsansprüchen und der erlebten Arbeitswirklichkeit der Fachkräfte wirkt belastend2.

 

Hier kann eine Kita-App unkompliziert und schnell gute Dienste leisten. Es gilt, mit organisatorischen Sofortmaßnahmen für Entlastung und Unterstützung zu sorgen. Und der Einsatz einer Kita-App birgt gesundheitsförderliche Chancen, die sich direkt erschließen lassen. 

 

Kita-App fördert Arbeitszufriedenheit

Die Arbeitszufriedenheit hängt davon ab, inwieweit die pädagogische Fachkraft ihre persönlichen Grundhaltungen (Werte, Ziele, Wünsche) in der beruflichen Realität verwirklichen kann1. Dieser betrifft die o.g. drei Ebenen, die in ihrer negativen Ausprägung zu Burnout-Symptomen führen könnten: 

 

 

1) Pädagogische Arbeit am Kind: Der Kita-Alltag birgt eine hohe Aufgabendichte, Zeitdruck und Multitasking inklusive. Sinkt die Hektik im Alltag, steigt die pädagogische Beziehungsqualität – und damit die Arbeitszufriedenheit! Denn diese hängt wiederum davon ab, in welchem Maße die Fachkraft selbst ihre Arbeit als professionell empfindet2

  • Das bewirkt die Kita-App: Mehr Zeit für die pädagogische Arbeit und intensive Interaktionen! Denn viele Organisations- und Kommunikationsprozesse, die sich um die pädagogische Arbeit mit den Kindern ranken, können jetzt schnell, zielgerichtet und asynchron erledigt werden! 

 

 

2) Zusammenarbeit im Team: Die positive Teamatmosphäre ist ein kraftvoller Resilienzfaktor in der Praxis. Damit sie gelingt, ist eine positive Kultur des Miteinanders bedeutsam. Diese entwickelt sich auf Basis wertschätzender Kommunikation. 

  • Das bewirkt die Kita-App:  Relevante Informationen zum Alltag laufen in der Kita-App zusammen - so ist nicht nur jeder up-to-date: Im persönlichen Miteinander ist nun auch Zeit für wichtige Themen wie kollegiale Beratung und gelingende Teamprozesse! 

 

 

3) Bildungs- und Erziehungspartnerschaft: Die Familien sind gleichermaßen Kund:innen und Bildungspartner:innen. Deshalb ist die Elternarbeit ein zentraler Aspekt guter Kita-Qualität. Dennoch birgt die Zusammenarbeit mit den Eltern auch Stolpersteine, die als Belastungsrisiko auf die Arbeitszufriedenheit wirken können. 

  • Das bewirkt die Kita-App: Fühlen sich die Familien gut über den Kita-Alltag ihres Kindes informiert, steigt auch das Vertrauen in die Kita. Kommen digitale Hilfsmittel zum Einsatz, erleben auch die Fachkräfte die Zusammenarbeit als effizienter, flexibler, unmittelbarer, effektiver und bequemer4

Berufliches Wohlbefinden durch zeitgemäße Arbeitsmittel

Gerade in der aktuellen Situation - viele sprechen vom drohenden "System-Kollaps" - ist es besonders bedeutsam, in das berufliche Wohlbefinden pädagogischer Fachkräfte zu investieren. Die Entlastung von zeitraubenden Routineaufgaben und eine Betonung der Fachlichkeit ist dringend nötig. Dann stellt sich auch das Gefühl der Sinnhaftigkeit wieder deutlicher ein - für viele Kita-Fachkräfte die Motivationsquelle schlechthin3

Um es deutlich zu sagen: Auch in der Kita haben Erwerbstätige Anspruch auf angemessene und befriedigende Arbeitsbedingungen. Sie brauchen ein Tool, das sie tagtäglich bei Routineaufgaben entlastet und dazu beiträgt, ihre Qualifikation in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeit zu stellen.

Dass Fachkräfte im Berufsalltag auf smarte Helfer zurückgreifen können, wird spätestens in einigen Jahren (hoffentlich) Standard sein. Es kann bereits heute als positiver Wettbewerbsfaktor in einem angespannten Arbeitsmarkt sein, wenn der Kita-Träger ein Signal der Wertschätzung und Innovationsfreude vermittelt.

 

Fazit

Um Personalausfälle und -fluktuation zu mindern und die Attraktivität des Arbeitsbereichs zu steigern, muss das berufliche Wohlbefinden von Kita-Fachkräften in den Fokus rücken. Hier kann eine Kita-App prima ansetzen. Wie die Erfahrung zahlreicher Kitas zeigt, können die smarten Tools helfen, Belastungsspitzen in den Griff zu bekommen. Das Potenzial liegt im Charakter der digitalen Helfer, der eine Fokussierung auf pädagogische Prozesse erlaubt und eine Entlastung in organisatorischen Aufgaben bewirkt. 

Übrigens: Faktoren wie Aufstiegschancen, Dienstzeiten und Gehalt haben einen vergleichsweise geringen Effekt auf die Zufriedenheit am Arbeitsplatz Kita1. Dennoch ist auf Maßnahmen des Bundes und der Länder zu hoffen, um die Rahmenbedingungen dauerhaft zu verbessern. 

Quellen: 

1) Fleet Education Events & VBE (2022). DKLK-Studie. Themenschwerpunkt: Gesundheit und Gesundheitsprävention in der Kita. Eine repräsentative, bundesweite Befragung unter Kitaleitungen.

2) Trauernicht, M., Besser, N. & Anders, Y. (2022). Burnout in der Kita und der Zusammenhang zu Aspekten der Arbeitszufriedenheit. Frühe Bildung 11 (2), S. 85 - 93. Göttingen: Hogrefe OpenMind Article. 

3) Klusemann, S., Rosenkranz, L. & Schütz, J. (2020). Professionelles Handeln im System (HiSKiTa). Perspektiven pädagogischer Akteur*innen auf die Personalsituation in Kindertageseinrichtungen. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung.

4) Cohen, F., Oppermann, E. & Anders, Y. (2021). (Digitale) Elternzusammenarbeit in Kindertageseinrichtungen während der Corona-Pandemie. Digitalisierungsschub oder verpasste Chance? Springer-Link | ZfE (2021) 24, S. 313-338.